Preisverleihung Deutscher Segelfliegertag 2011 in Darmstadt

Förderpreise für die Nachwuchsflieger

 

Wie auch schon in den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des Festaktes beim Deutschen Segelfliegertag die Förderpreise der Traditionsgemeinschaft „Alte Adler“ vergeben. Ausgezeichnet wurde die erfolgreichste Nachwuchssegelfliegerin sowie mit dem Hans-Schütz-Gedächtnispreis die beste Mannschaft der Clubklasse und jeweils der beste Nachwuchspilot in der Club- und Standardklasse. 

Alle Preise waren mit je 1.000 € dotiert. 

 

Ferner wurde ein besonderer Förderpreis an die Luftsportjugend des DAeC vergeben für das Projekt: „Schick deinen Flieger in den Himmel“. Hier werden mit Kindern einfache Gleitflugmodelle gebastelt und Preisverleihung beim Deutschen Segelfliegertag 2011 Wolfgang Weinreich und Ingrid Blecher haben die Förderpreise für die Nachwuchsflieger überreicht anschließend im Flug erprobt. Wie ich meine, eine sehr ansprechende Maßnahme zur Nachwuchsgewinnung.

Dieser Preis wurde an Hilmar Damm, den stellvertretenden Vorsitzenden der Luftsportjugend überreicht. Mit einem sehr schönen Bild der Mitglieder der Bundesjugendleitung, aufgenommen am Ehrenmal der Flieger auf der Wasserkuppe, bedankte sich Hilmar Damm mit eingehenden Worten für diese Anerkennung der Arbeit der Luftsportjugend durch die „Alten Adler.“ 

 

All die Preise wurden von unserer Schatzmeisterin und mir selbst übergeben. Meine Ankündigung, dass wir, die „Alten Adler“, auch in Zukunft diese Förderpreise überreichen wollen, wurde mit großem Beifall bedacht.

 

Wolfgang Weinreich

 

Bundesjugendleitung am Ehrenmal

Innovationspreis 2011

Innovationspreis für die Akaflieg Stuttgart

 

 

Große Freude bei den Akafliegern aus Stuttgart, als ihnen beim diesjährigen Segelflug-Symposium im Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe am 17./18. November der Innovationspreis 2011 der „Alten Adler“ übergeben wurde. Für das Foto haben sich die Studenten  vor der ausgestellten fs 24 „Phönix“ versammelt, bei deren Entwicklung und Bau Stuttgarter Akaflieger vor etwa 55 Jahren beteiligt waren.

 

Zu dem mit dem Förderpreis ausgezeichneten Projekt schreiben die Akaflieger: Die Akaflieg Stuttgart hat im Jahr 2003 mit ihrem aktuellen Projekt fs 35, einem Motorsegler ausgelegt zum Schleppen von Segelflugzeugen, begonnen. Nach mehrjähriger Planungs- und Formenbauphase wurde im Jahr 2010 ein Bruchflügel gebaut, um die rechnerischen Nachweise zu verifizieren um so die geforderten Festigkeitsnachweise des Flügels dem Luftfahrt-Bundesamt gegenüber zu erbringen.

 

Der Flügel selbst ist eine extreme Leichtbaukonstruktion, um das bei Motorseglern geforderte maximale Abfluggewicht von 850 kg einhalten zu können. Hierzu werden im Holmgurt neue HTS-Fasern eingesetzt, zusätzlich wird die Flügelsteuerung weitgehend aus Kohlefasergestängen gebaut. Dank sehr präziser Lastannahmen und durch sorgfältige Bauweise wird der Flügel letztendlich nur rund 65 kg wiegen (ohne Lack und Winglet), im Vergleich zu schon vorhandenen Motorsegler-Tragflächen ein sehr niedriges Gewicht.

 

Nach zwei erfolgreichen Belastungsversuchen bis zur sicheren Last (j=1) fand Anfang November 2010 der eigentliche Bruchversuch des Flügels statt. Dabei brach der Flügel bei einer maximalen Last von j-1,36 (anstatt wie gefordert bei j=1,725).

 

Um keinen weiteren Bruchversuch durchführen zu müssen, wurde anschließend der schon vorhandene Festigkeitsnachweis anhand der gemessenen Dehnungen und Verformungen im Versuch kalibriert. Mit diesem kalibrierten Nachweis wurde der Flügel erneut dimensioniert, so dass nun die geforderten Werte (rechnerisch) erreicht werden. Hierdurch ist ein hybrider Nachweis entstanden, welcher real gemessene Werte extrapoliert und so zu einer neuen Flügelbelegung führt, deren Festigkeit nicht mehr im Versuch belegt werden muss.

 

Zusätzlich wird es eine Art Lebensdauerüberwachung des fliegenden Flügels geben, indem in vorher festgelegten Intervallen die Dehnungen bei definiert aufgebrachter Last im Holmgurt und Holmsteg gemessen und mit Referenzwerten verglichen werden. So hoffen wir, eventuell doch auftretende Schäden frühzeitig entdecken zu können.

 

Hans-Ludwig Meyer